Saxonia: Berichte Nr. 14 - 29 der Schülervereinigung "Saxonia" an der Uhrmacherschule Glashütte (1916 - 1925)

 

Paperback, 412 S. oder 1 CD.

Preis: 39 Euro (Buch) oder 10 Euro (1 CD)

Ref.Nr. 028

 

Im August 1895 gründeten 17 Schüler der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte zusammen mit  ihrem Lehrer August Frohne aus Braunschweig die Schülervereinigung „Saxonia“. Bei der Jubiläumsfeier 1903 der Uhrmacherschule Glashütte wurde von ehe­maligen Kollegen geklagt, dass mehr aktuelle Informationen über die Schule wün­schens­wert wären. Es entstand so die „Saxonia“ als Bericht für die Alten Herren der Schülervereinigung. Der erste Bericht erschien im Ok­tober 1904.

 

Die Zahl der Saxonia Mitglieder war durch die Anzahl der Absol­venten der Uhrmacherschule eng begrenzt. Im Jahr 1928 z.B. standen 259 Mitglieder im Verzeichnis. Die Hefte der „Saxonia“ wurden kaum systematisch gesam­melt und sind darum heute extrem schwer im Original zu finden. Die „Saxonia“ ist aber eine historisch bedeutsame Schriftenreihe. Daher hat sich die DGC-Bibliothek entschlossen, die „Saxonia“ wegen der Seltenheit der Hefte als Facsimileausgabe wieder zugänglich zu machen. Ein erster Band mit den Heften 1 – 12 erschien 2008.

 

Mit einem Umfang von 412 Seiten liegen nun in einem 2. Band folgende Hefte vor:

Nr. 14      (Februar 1916)

Nr. 20/21 (Mai 1921)

Nr. 22      (Juli 1922)

Nr. 23      (Dezember 1922)

Nr. 24      (Juni 1923)

Nr. 26      (Juni 1924)

Nr. 27      (Dezember 1924)

Nr. 28      (Juni 1925)

Nr. 29      (Dezember 1925)

Der Notbericht Nr. 25 vom Dezember 1923, der zum Preis von 1 Goldmark offen­sicht­lich den Mitgliedern zu teuer war, ist bisher verschollen. Nicht auf­findbar sind bisher auch die während des Krieges nur sporadisch aufge­legten Hefte 15 bis zur Doppel­num­mer18/19 (April 1920).

Der nun erfasste Zeitraum vom Februar 1916 bis zum Dezember 1925 brachte große Sorgen und viel wirtschaftliche Not, da sowohl der 1. Weltkrieg wie auch die große Inflation 1923 in diese Zeitspanne fielen. Die hier vorliegen­den Hefte der „Saxonia“ geben davon ein authentisches Zeugnis.

Heft 14 wid­met sich der Kriegssituation, die Hefte 27 und 29 bringen aus­führliche Über­le­gungen zur angespannten wirtschaftlichen Lage, Heft 23 darüber hinaus einen Beitrag zum Not­geld der Stadt Glashütte. Die massiven Turbulenzen der Zeit spiegeln sich auch lebendig in der detaillierten Chronik der Stadt Glashütte, die sich jeweils am Ende der Hefte befindet. Der Schwerpunkt liegt hier vor allem bei Nach­rich­ten und den wirtschaftlichen Einschnitten bei den großen und kleinen Glashütter Firmen.

In separa­ten Beiträgen wird in den Heften 20/21, 22, 23 und 29 die Genossen­schafts­grün­dung der „Deutschen Präzisions-Uhrenfabrik Glashütte e.G.m.b.H.“ mit der Mar­ke „Original Glashütte“ und ihre Entwicklung bis zum Konkurs am 17. Juni 1925 beglei­tet. Die industrielle Entwicklung bezeugen Beiträge über Spezialzweige der Glashütter Industrie wie zum Bau von Rechenmaschinen, Geschwindigkeits­messern, Kilometer­zählern, Schreibmaschinen. Aber auch Berichte über die Edelsteinschleiferei in Glas­hütte, den Einstieg der Firma Höhnel in die Hausuhrenfertigung mit einem eigenen Uhr­werk oder die Kunstuhr von Hermann Goertz finden sich hier. Zeugnis von der regen Tätigkeit in Glashütte geben auch die vielen Anzeigen.

Für den Historiker äußerst wertvoll sind die Beiträge zu den gesellschaftlichen Ereig­nissen in Glashütte, da diese neben den Fakten ein ungeschöntes Stimmungsbild aus damaliger Sicht zur Lage enthalten und dadurch für den Leser diese schwie­rige Zeit unmittelbar nachvollziehbar wird. Im hier vorliegenden Zeitraum sind hierbei vor allem zu erwähnen das 75-jährige und 80-jährige Jubiläum der Uhrenindustrie Glas­hütte (1920 und 1925), das 25-jährige Stiftungsfest der „Saxonia“ 1920 sowie die großen Verbandstage der Alten Herren mit vielen Details, aber auch der Tod von Fr. Emil Lange 1922 mit entsprechendem Nachruf. Ein ständiges Thema ist natürlich auch die Entwicklung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte

 

Band 2 mit den aufgeführten Saxonia-Heften 14 – 29 auf 412 Seiten steht nun allen Interessierten zur Verfügung, wahlweise als Buch zum Preis von Euro 39,00 oder als elektronische Version mit 3 druckfertigen WORD-Dateien auf einer CD zum Preis von Euro 10,00, jeweils zzgl. Portokosten.

Bestellungen bitte per Email an bibliothek [at] dg-chrono.de  oder schriftlich an

Deutsche Gesellschaft für Chronometrie

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