Saxonia: Berichte ab Nr. 45 (1933) der Schülervereinigung "Saxonia" an der Uhrmacherschule Glashütte bis zum Notbericht 1941

494 S., Format  DIN A5, Digitaldruck, broschürt, Klebebindung. Preis 39,00 Euro inkl. USt. Kostenloser Versand in Deutschland. Bezug über die Internetseite des Verlags www.uhrenliteraturshop.de

Ref.068

Berichte Nr. 45 - 50 der Schülervereinigung "Saxonia" + Berichte Nr. 1 - 5 vom "Bund ehemaliger Schüler der Uhrmacherschule Glashütte" + Berichte 1 - 2 (1941) vom "Bund ehemailger Schüler der Meisterschule des Uhrmacherhandwerks".

Nach 4 Bänden mit den Heften Nr. 1 - 44 (1904 - 1933) liegen nun die letzten 13 Hefte bois zur Notausgabe vom Dezember 1941 lückenlos vor.

Der 5. und letzte Band für die Zeit 1933 - 1941 beeindruckt vor allem als Zeugnis der dramatischen Veränderungen, die in kürzester Zeit nach der Machtergreifung 1933 die Situation in Deutschland umfassend beein­flussten.  Die Auswirkungen  auf den Verband der „Saxonia“ sowie auf die Deutsche Uhrmacherschule können von Heft zu Heft nachvollzogen werden.

Zwar wird bereits im Heft 45 (Sept. 1933) „das Morgenrot der neuen Zeit“ freudig begrüßt, den radikalen Bruch mit der Vergangenheit bringt aber erst das letzte Heft der „Saxonia“, Nr. 50.  Im Juni 1936 musste der alte Verband aus politischen Gründen aufgelöst werden. Unmittelbar danach wurde der "Bund ehemaliger Schüler der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte" (BESDUG) neu gegründet. Welche Probleme dadurch auftraten, erfährt der Leser in den Heften des neuen Bundes bis zur kriegsbedingt letzten Notausgabe im Dezember 1941.

Bemerkenswert ein großer Aufsatz des Schulleiters Dr. Giebel. Einerseits mit einem kritischen Rückblick auf die  bisherige „Saxonia“, andererseits mit einem zukunftsgerichteten Ausblick, wie durch nachhaltige Leistungssteigerung im Uhrmachergewerbe das angeschlagene Ansehen des ganzen Standes wieder gehoben werden könnte. Der Fortbildung dienen verschiedene Fachartikel. Gut zu lesen der informative Aufsatz über die Betreuung der Uhren des Reichspräsidenten und von Adolf Hitler in Berlin durch ein Saxonia Mitglied. Ebenfalls sehr lebendig der ausführliche Bericht im Heft 47 über den Bau eines Tourbillons durch die Uhrmacherschule auf Basis eines Entwurfs von Alfred Helwig und die persönliche Übergabe des Geschenks beim Führer in Berlin. Behandelt wir auch ein weiteres  Geschenk an den Führer, eine Weltzeituhr, die A.H. Müller entworfen hatte und von der Uhrmacherfachklasse in Köln gebaut wurde. Interessant auch in Heft 47 der Bericht über die aufwändige Umgestaltung und Veredelung eines Tutima Armbanduhrkalibers. Ganz verschwunden sind seit 1938 die Berichte von den „Stammtischen“, während das „Glashütter Allerlei“ mit den großen und kleinen Lokalereignissen un­ver­ändert Teil eines jeden Hefts bis zum Schluss bleibt. Auch ausführliche überregionale Beiträge sind vorhanden, so von der Teilnahme der DUS an der internationalen Handwerksausstellung 1938 oder vom Großdeutschen Uhrmachertag 1939 in Wien. Bedeutende Persönlichkeiten werden wieder in eigenen Beiträgen gewürdigt, so z.B. Otto Böckle zum 50. Geburtstag und zur Verleihung der Großmann Medaille oder Alfred Helwig zum 50. sowie anlässlich seiner Ehrenmit­gliedschaft bei der Saxonia.  Das vorletzte Heft vom Dezember 1940 schildert ausführlich die Ziele und Lehrinhalte der neuen „Meisterschule des Uhrmacherhandwerks“. Und im letzten Heft Ende 1941 bringt Dr. Giebel noch einen qualifizierten Beitrag zum Thema „Warum ist die Unruh anfälliger gegen Störungen als das Pendel?“